H O M E












 LK Mostviertel Melk
 Ambulanz/Pränataldiagnostik
 Schwangerschaft / Geburtsvorbereitung
 Geburt
 Wochenbett
 Stillen
 Rückbildung
 Gedankensplitter


Stillen

Babytreffs und Stillgruppen

Melk:

für Säuglinge bis 6 Monate
jeden ersten Mittwoch im Monat von 14:00 – 16:00

für Säuglinge ab 7 Monate – 1 Jahr
jeden dritten Donnerstag im Monat von 9:00 – 11:00  

Veranstaltungssaal des LKM Melk

DGKS Sabine Eckl ' 02752 / 52121 6153

 

 

St.Leonhard:

jeden ersten Mittwoch im Monat von 9:30 – 11:00

im Gesundheitszentrum, Hauptplatz 14

Hebamme Nikola Steinbeck ' 02756/2652

 

 

Loosdorf:

jeden 2. Dienstag im Monat von 9:00 – 11:00
im KILO – Kindergruppe Loosdorf, Im Park 3
Hebamme Helene Winklmayr  ' 02749/8379

 

 

Laimbach / Ostrong:

jeden 3. Dienstag im Monat von 9:00 – 11:00
in Laimbach 178
DGKS / Stillberaterin IBCLC Anneliese Schroll

' 0660 25 67 023

 

 

 Ernährung in der Stillzeit

 

Gesunde Ernährung ist in allen Lebensphasen wichtig. Die Stillzeit stellt große Anforderungen an den Körper einer Frau.

 

Grundsätzlich gelten die gleichen Richtlinien einer gesunden Ernährung.

Viel Obst, Gemüse , Vollkornprodukte.

 

Kalziumreiche Lebensmittel (Milchprodukte, Sesam, Nüsse, Broccoli, alle grünen Blattgemüse, Fische mit Gräten Sardinen,) Calcium für die Muttermilch wird aus den Knochen der Mutter genommen. In der Stillzeit ist der Calciumwert niedrig; nach dem Abstillen ist der Calciumwert sehr hoch und wird nach jeder Stillzeit höher – Osteoporoseprophylaxe!

 

Die Menge an Eisen in der Muttermilch ist immer gleich, auch wenn die Mutter einen schweren Eisenmangel hat.

 

Bei ausgewogener und abwechslungsreicher Ernährung braucht die Mutter keine Vitaminpräparate.

 

Wenig tierische Fette, dafür hochwertige Pflanzenfette,  z.B. Rapsöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, Olivenöl, Sesamöl, verbessern die Qualität der Fettzusammensetzung der Muttermilch.

 

Nach Durst zu trinken ist die beste Richtlinie für eine stillende Mutter (ca. 2 Liter/ Tag).

Flüssigkeitsmenge ist nicht gleich Milchmenge!

 

Eine stillende Mutter braucht um 400 kcal mehr / Tag.

Qualität und Quantität der MM ist durch die Ernährung der Mutter nur wenig beeinflussbar.

 

Weltweit ist die Zusammensetzung der MM gleich, obwohl die Ernährung unterschiedlich ist.

Geruch und Geschmack verändern sich je nach dem, was die Mutter isst, z. B. Spargel, Vanille.

Durch die vielfältige Ernährung wird der Geschmacksinn des Kindes besser ausgebildet.

 

Gibt es Nahrungsmittel die gemieden werden sollten?

 

Ein noch immer weit verbreiteter Glaube ist, dass blähende Nahrungsmittel in der mütterlichen Ernährung dem Baby Beschwerden verursachen.

Wissenschaftlich kann dies weder erklärt noch bestätigt werden.

Die normale Darmflora produziert während der Verdauung Gas. Weder das Gas noch die Nahrungsfasern (reichl enthalten in Obst, Gemüse und Vollkornprod.) werden ins Blut aufgenommen und können daher nicht in die MM gelangen.

Trotzdem gibt es aber immer wieder Kinder, die auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren.

 

Koffein

3-4 Tassen Kaffe/ Tag werden meist gut toleriert, bei mehr können Schlafstörungen und Unruhe beim Kind entstehen.

Es sollte immer ein Glas Wasser zum Kaffee getrunken werden.

 

Alkohol

Alkohol geht relativ schnell in die Muttermilch über, und sollte in der Stillzeit ganz weggelassen werden.

 

Nikotin

Nikotin beeinträchtigt die Milchmenge und den Milchspendereflex, der Fettgehalt in der MM sinkt, die MM riecht nach Nikotin.

Wenn die Mutter raucht sollte sie dies nach dem Stillen tun, da die Halbwertszeit von Nikotin 90 Minuten beträgt.

 

Alkohol und Nikotin schaden dem Kind z. B. langsameres Wachstum, Unruhe, Allergiehäufigkeit, SIDS Risiko, häufigere Erkrankung der Oberen Atemwege beim passiv Rauchen.

 

Gibt es milchfördernde Nahrungsmittel?

Die beste Muttermilchförderung ist das häufige Anlegen.

In jeder Kultur sind Nahrungsmittel bekannt, denen milchbildende Eigenschaften nachgesagt werden: z. B. kräftige Hühnersuppe,  Malzgetränke, Tees.

 

 

Stillpositionen

Um eine befriedigende und erfolgreiche Stillbeziehung herzustellen ist die richtige Position und das richtige Anlegen von großer Bedeutung.

 

Die Mutter sitzt oder liegt bequem mit Polster unterstützt. Der Körper des Babys ist ganz der Mutter zugewandt, der Kopf liegt gerade.

Die Mutter unterstützt eventuell die Brust.

Der Mund des Babys ist weit geöffnet, und kann genug Brustgewebe erfassen.

Das Kind wird rasch zur Brust gezogen, die Mamille ist im Mund zentriert.

Kinn und Nasenspitze berühren die Brust.

Die Lippen sind nach außen gestülpt, die Zunge liegt unterhalb der Mamille.

 

3 Grundpositionen


1.                Wiegehaltung

Traditionelle Stillposition,

Polster im Rücken und unter dem Arm,

Nacken des Kindes im Ellbogen, Bauch an Bauch,

Ohr- Schulter- Hüfte sollen in einer Linie sein.


2.                Stillen im Liegen

Gut geeignet in der Nacht, zur Entlastung von Rücken und Nacken, Mutter liegt in Seitenlage, Polster unter dem Kopf. Das Baby liegt seitlich, Bauch an Bauch mit der Mutter.

Kind mit der Hand im Rücken stützen. Bei kleinerer Brust dem Kind eine Decke unterlegen.


3.                Rückenhaltung

Gut geeignet bei großen Brüsten, flachen Mamillen, schläfrigen Kind, Saugproblemen.

Mutter mit Polster abstützen, das Baby in Rücken oder Seitenlage mit dem Gesicht zur Mutter, Gesäß leicht gebeugt.

Ein Wechsel der Stillpositionen ist günstig!

Brust und Mamille werden verschieden beansprucht,

alle Milchgänge werden geleert

das gesamte Drüsengewebe wird angeregt

die Mutter lernt mit dem Baby umzugehen.

 

Abnehmen von der Brust

Idealerweise lässt das Baby die Brust von selbst los, zur Unterbrechung des Saugschlusses den kleinen Finger zwischen die Zahnleisten schieben.

 

Ein schlecht angelegtes Kind kann Grund für viele Anfangsschwierigkeiten sein z. B.:

wunde schmerzende Mamillen

Milchstau- Brustentzündung

schlechtes Gedeihen

Koliken

Zweifel an der mütterlichen Fähigkeit

 

Stillen soll angenehm sein und nicht wehtun.

 

Beim Stillen werden alle 5 Sinne angeregt, das Baby hört, sieht, spürt, riecht und schmeckt die Mutter.

 

Stillen fördert und stärkt die Mutter Kind Beziehung und bringt sehr viele Vorteile  für beide.

 

Stillen ist natürlich, aber natürlich nicht immer einfach.